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Knochenfreundliche Ernährung

Zum Erhalt eines gesunden Knochens und zur Vorbeugung Osteoporose-bedingter Knochenbrüche ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Dabei gelten drei Grundsätze: kalziumreiche Nahrung, vitaminreiche Nahrung und das Vermeiden von Nahrungsmitteln, die dem Knochenaufbau entgegen wirken, auch "Knochenräuber" genannt.

Kalziumreiche Nahrung

Milch und Milchprodukte: Besonders kalziumreich sind fettarme Trinkmilch und Hartkäse sowie Mozzarella.
Frisches grünes Gemüse, Obst und Getreideprodukte: Sie gehören zu den wichtigen Kalziumlieferanten, mit Ausnahme von Weißbrot.
Mineralwasser: Manche Wassersorten haben einen hohen Kalziumgehalt (bis zu 650 mg pro Liter) und tragen positiv zur Kalziumbilanz bei.
Fruchtsäfte: Vor allem für Patienten mit Milchallergie bieten sich Fruchtsäfte an, die mit Kalzium angereichert sind. Fruchtsäure und Vitamin C steigern die Kalziumaufnahme des Körpers zusätzlich, genauso wie der Zusatz von Vitamin D.

Vitaminreiche Nahrung

Neben Vitamin D haben auch die folgenden Vitamine positive Wirkung.
Vitamin C: Es begünstigt die Reifung des Kollagens, stimuliert die knochenaufbauenden Zellen und begünstigt die Kalziumaufnahme.
Vitamin A: Das fettlösliche Vitamin A beeinflusst die Entwicklung der Knochenzellen.
Vitamin K: Das Vitamin spielt eine Rolle bei der körpereigenen Herstellung einer Knochengrundsubstanz (des Osteocalcins) und bei der Heilung von Knochenbrüchen.
Vitamin B12 und Folsäure: Beide sind für gesunde Knochen wichtig.

Knochenräuber vermeiden

Nahrungsmittel, die dem Knochenaufbau entgegen wirken, sollten weitgehend vermieden werden. Dazu gehören:
Alkohol: Er schädigt Knochenzellen direkt, hemmt die Aufnahme wichtiger Baustoffe für Knochen und beeinträchtigt die Leber, die für die Aktivierung von Vitamin D zuständig ist.
Koffein: Der Muntermacher bewirkt eine gesteigerte Ausscheidung von Kalzium. Bei Colagetränken ist das enthaltene Phosphat das größere Übel (s.u.).
Zucker: Die Weiterverarbeitung des Zuckers im Körper verbraucht viele wichtige Vitamine und erhöht die Ausscheidung von Mineralien wie Kalzium. Außerdem verhindert Zucker die Kalziumaufnahme im Darm. Zucker in Kombination mit Koffein sind wahre Knochenfresser!
Salz: Hoher Salzverbrauch ist mit einem höheren Risiko für Bluthochdruck verbunden, der wiederum eine höhere Ausscheidung von Kalzium über den Urin bewirkt.
Eiweiß: Beim Eiweißabbau wird Kalzium verbraucht, was zu einer negativen Kalziumbilanz führen kann.
Phosphat: Phosphat und Kalzium müssen im Gleichgewicht sein. Unsere Nahrung, beispielsweise Fleisch- und Wurstwaren oder Soft-Drinks, enthält allerdings viel mehr Phosphat, als wir benötigen. Zum Ausgleich eines zu hohen Phosphatgehalts löst der Organismus Kalzium und Magnesium aus den Knochen.
Fette: Zu viel Fett in der Nahrung verhindert die Kalziumaufnahme über den Darm.
Übersäuerung: Der Körper wird von Säuren überschwemmt, die entweder selbst gebildet oder zugeführt werden. Um diese zu neutralisieren, mobilisiert der Organismus basische Salze wie Kalzium aus den Knochen. Gegen diesen Effekt hilft, viel basenreiches Gemüse und Obst zu essen.
Literatur:
Reiner Bartl. Osteoporose, Prävention, Diagnostik, Therapie; Thieme Verlag.
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