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Knochendichte-Messung

Die Osteoporose-Diagnose erfolgt unter anderem durch eine Messung der Knochendichte. Frühzeitig durchgeführt, kann dieses Verfahren eine erfolgreiche Behandlung des Knochenschwunds entscheidend beeinflussen.

Neben der Erkennung und Verhütung von Risikofaktoren ist eine frühe Diagnose entscheidend für eine erfolgreiche Osteoporosetherapie. Eine Standarduntersuchungsmethode ist die Knochendichtemessung mit der DEXA-Methode (Dual Energy X-Ray Absorptiometry), eine spezielle Form der Röntgenuntersuchung, die wenig Strahlenbelastung verursacht. Die Knochendichtemessung gibt zusammen mit Informationen über das persönliche Risikoprofil des Patienten folgende Auskunft über:
das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden
das Ausmaß des Knochenschwundes
die Wirksamkeit oder auch Erfolglosigkeit der Behandlung.
Eine Knochendichtemessung wird empfohlen,
wenn der Patient das 70. Lebensjahr überschritten hat,
wenn bereits ein oder mehrere schwere Wirbelbrüche vorliegen,
wenn es zum Knochenbruch kommt, obwohl der Unfallhergang das normalerweise nicht erwarten lassen würde,
wenn der Arzt das individuelle Risiko, in den folgenden zehn Jahren einen Wirbelkörper- oder Oberschenkelhalsbruch zu erleiden, aufgrund des Risikoprofils auf größer als 20 Prozent schätzt,
wenn der Patient über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen muss, die das Osteoporoserisiko stark ansteigen lassen, z. B. Kortison oder Antihormon-Präparate (Aromatasehemmer, Antiandrogene)
wenn bestimmte Grundkrankheiten vorliegen, die den Knochenschwund begünstigen.

Knochendichtemessung (Osteodensitometrie)

Diagnose
Die Knochendichtemessung ermittelt den Mineralstoffgehalt der Knochen. Beim DEXA-Verfahren, einer speziellen Art der Röntgenuntersuchung, durchdringt energiereiche Röntgenstrahlung den Knochen und wird dabei abgeschwächt. Je dichter der Knochen ist, also je größer die Knochenmasse, desto stärker erscheint ist die Abschwächung der Strahlung. Die individuelle Abschwächung der Strahlung wird gemessen und mittels Hilfe von Computern mit einem Normwert verglichen.
Gemessen wird die Knochendichte üblicherweise im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Oberschenkelhalses. Dies sind die Knochenregionen, in denen im Falle einer Osteoporose am ehesten Knochenbrüche drohen.
Als Richtwert für die Knochendichte wurde ein Mittelwert (Normwert) festgelegt, auch T-Wert genannt, wie er typischerweise bei jungen Erwachsenen zu finden ist. Normal ist die Knochendichte, so lange sie sich innerhalb einer bestimmten Abweichung (SD) zu diesem Richtwert bewegt.
Liegt sie darunter, spricht der Arzt von einer Osteopenie. Dabei handelt es sich nicht zwangsläufig um einen krankhaften Prozess, es kann speziell bei älteren Leuten auch eine altersgerechte Erniedrigung der Knochendichte vorliegen. Überschreitet die Abweichung allerdings einen bestimmten Wert, so liegt ein krankhafter Knochenschwund, eine Osteoporose, mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche vor.
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