Osteoporose verkürzt Lebenserwartung
Osteoporosepatienten brechen sich nicht nur leichter die Knochen als gesunde Menschen, sie werden auch schneller pflegebedürftig und haben eine geringere Lebenserwartung.
Sieben von 100 Frauen über 55 Jahren in Deutschland haben eine so niedrige Knochendichte, dass man von einer Osteoporose sprechen muss. Mit zunehmendem Alter steigt die Zahl dramatisch an – von den 80-Jährigen leidet jede Fünfte an einer Osteoporose. Experten schätzen das Risiko einer Frau, in ihrem Leben mindestens einen Wirbelbruch zu erleiden – also einen Knochenbruch, der mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Osteoporose zurückzuführen ist - auf 30 Prozent. Bei Männern sind die Zahlen etwa halb so hoch.
Lange Zeit war die Behandlung der Osteoporose schwierig, weil Medikamente fehlten, die den Knochenabbau drosseln und den Knochenaufbau anregen. Mittlerweile gibt es jedoch eine Reihe wirksamer Medikamente, die eine Erhöhung der Knochendichte bewirken und die Gefahr von Knochenbrüchen deutlich reduzieren.
Denn Osteoporose-bedingte Brüche sind lebensbedrohlich! Ein Beispiel: Bis zu einem Viertel der älteren Patienten mit Oberschenkelhalsfrakturen sterben innerhalb eines Jahres nach dem Bruch. Viele der älteren Osteoporoseerkrankten werden in der Folge pflegebedürftig und dadurch sozial isoliert. Eine Schenkelhalsfraktur bedeutet für die meisten dieser Patienten, dass sie Hilfe im Haushalt benötigen, ins Pflegeheim müssen oder bettlägerig werden. Die fehlende Bewegung macht sie zudem anfälliger für andere Erkrankungen, zum Beispiel im Herz-Kreislauf-Bereich, und verschlechtert ihr Allgemeinbefinden gravierend.